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SCHAALBYER THEMEN
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Naturerlebnisräume in der Gemeinde Schaalby genießen und fördern (05.02.2012)

Die Gemeinde Schaalby liegt landschaftlich sehr reizvoll am nördlichen Ufer der Schlei und besitzt auf ihrem Gemeindegebiet etliche interessante Naturerlebnisräume. Besonders hervorzuheben ist das Naturschutzgebiet Reesholm, eine Halbinsel in der Schlei, die regelmäßig vom Brackwasser überflutet wird und einer außergewöhnlichen Flora und Fauna Lebensraum bietet. Reesholmspitze ragt in die Schlei Ab 2007 gehört Reesholm als Natura 2000 - Fläche zum life-baltcoast - Projekt der EU.
Es gibt auch ein aktuelles Faltblatt mit interessanten Informationen. Das Naturschutzgebiet wird von Mitgliedern des NABU Schleswig-Holstein Ortsgruppe Schleswig betreut. Unter der Leitung des Referenten für Reesholm Werner Kuhr gibt es auf und bei Reesholm interessante Aktionen für Naturliebhaber. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Wanderplan der NABU-Ortsgruppe Schleswig mit Terminen auf Reesholm zum download. Kenner wissen, dass auf Reesholm eine Pflanze wieder entdeckt wurde, die in Deutschland als ausgestorben galt. Eine besondere Überraschung der letzten Jahre ist auch das Blaukehlchen. aktives Kliff am Westufer von Reesholm Der Wanderplan der NABU-Gruppe Schleswig liegt auch als Broschüre in der Bücherei Schleswig zur Mitnahme aus. Beim NaBu freut man sich immer über neue Gesichter bei den Veranstaltungen. Die Naturpflege der Feuchtwiesen übernehmen die Robustrinder vom Verein Bunde Wischen aus Schleswig. Auch hier gibt es manchmal interessante Führungen, auf die in der Presse hingewiesen wird. Aber auch die wieder vernäßte Niederung des Tolkwader Sees nördlich der B201 auf Höhe der Hofstelle Tolkwade, kurz bevor es links zur Tolkschau abgeht, ist eine Erkundung wert. Hier kann man im Sommer mit etwas Glück die Rohrweihe bei der Jagd und vielleicht auch beim Anflug auf's Gelege beobachten. Nicht unterschätzen sollte man die Artenvielfalt im Bereich der alten Rübenerdedeponie zwischen Moldenit und Winning. Hier kann man Wasservögel ungestört bei der Brut und Aufzucht beobachten, auch weil der hohe Zaun freilaufende Hunde uneinsichtiger Hundebesitzer fernhält. Seit 2011 gehört auch der Tallauf der Füsinger Au mit den angrenzenden Wäldern zum Flora-Fauna-Habitat - Schutzgebiet. Speziell für das Waldgebiet Broholm zwischen Füsing und Taarstedt werden von den Landesforsten in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Räume Entwicklungspläne für einen naturnahen Wald erstellt. Ziel ist eine Erhaltung und Förderung als typischer Buchen-Waldmeister-Wald. Glücklicherweise darf unser Waldkindergarten im Wald verbleiben und ist im Bestand nicht gefährdet. Im nächsten Schritt gilt es die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen am Ufer der Füsinger Au naturverträglicher zu gestalten. Leider kommt es hier wiederholt zu einem viel zu höhen Nitrateintrag durch unbedachte oder fahrlässige Überdüngung im Wassereinzugsbereich. Dennoch lohnt sich immer noch eine Kanufahrt auf der Au, bei der man hoffentlich bald wieder Eisvögel sichten kann. Es gibt auch starke Hinweise, dass der Fischotter sich wieder angesiedelt hat. Weg nach Broholm Im Bereich der Feuchtwiesen im unteren Aubereich läßt sich der Sprosser belauschen und regelmäßig bekommt man Kiebitze zu Gesicht. Aber auch die wenigen noch einigermaßen intakten Knicks und Redder lohnen einer genaueren Beobachtung. Goldammer und sogar Braunrückenwürger, auch als Neuntöter bekannt, lassen sich mit Geduld aufspüren. Leider sind die Knicks erheblich durch zu intensives "Aufkappen" und zu frühes "Auf-den-Stock-setzen" in ihrer Vielfalt bedroht. Gerade die Gemeinde hat hier eine gesetzliche Pflicht (§2 Absatz 4 im Kapitel 1 des Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG "Bei der Bewirtschaftung von Grundflächen im Eigentum oder Besitz der öffentlichen Hand sollen die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in besonderer Weise berücksichtigt werden."), mit gutem Beispiel voran zu gehen. Leider lassen sich die Mitglieder der CDU-Mehrheitsfraktion nicht davon überzeugen, dass es keinesfalls notwendig ist, jedes Jahr aufs Neue die Knicks an den Gemeindestraßen zu Hecken zurückzuschneiden. Alle zwei bis drei Jahre würde völlig ausreichen! Angeblich fordere die Verkehrssicherngspflicht, dass niemals auch nur eine kleiner Zweig ein Auto streifen dürfe. Angeblich habe die Gemeinde bereits kaputte Spiegel ersetzen müssen. Auf konkrete Frage, wann das war und wieviel Schaden entstand, konnte keine Auskunft im Bau- und Wegeausschuss gegeben werden. Im vorherigen frühen und strengen Winter war das Aufkappen der Knicks komplett ausgefallen und es konnten vom Ausschussvorsitzenden keine konkreten Angaben über Störungen im Jahr 2011 gemacht werden. Was für eine Blütenpracht gab es 2011 entlang der Gemeindewege im Frühjahr zu bestaunen! Und es war für die Natur von großem Gewinn, um den ortständigen Vögeln und seltenen Haselmäusen eine reiche Beerenpracht bzw. Nüsse als Nahrung zu lassen. Aber die Vertreter der Bauernschaft glaubt, dass sich an jeder Stelle eines Wirtschaftsweges jederzeit zwei riesige Landmaschinen ohne Knickberührung begegnen können müssen. Man könnte ja auch abbremsen und langsamer fahren! Die Mitglieder des Bau- und Wegeausschusses sind am 04.02.1012 mehrheitlich nicht bereit gewesen, eine Knickpflegeplan aufzustellen. Man wolle ab er zumindest darüber nachdenken, möglicherweise eventuell den vorgeschlagenen Kahlebyer Weg bzw. den Weg zur Stollerwerft ausnahmsweise im zweijährlichen Rhythmus zu pflegen. Man wird sehen. Hier gibt es noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Vielleicht müssen wir auf eine neue Landesregierung nach der Wahl in diesem Jahr setzen, damit Naturschutzaspekte gesetzlich besser durchgesetzt werden können. Auf freiwilliger Basis klappt es ja offensichtlich nicht. Bei allem sollte auch bedacht werden, dass man die jährlichen Knickpflegekosten im Gemeindehaushalt um fast die Hälfte reduzieren könnte, wenn sich die CDU endlich auf ein reduziertes, ökologisch sinnvolles Knickpflegemanagement einließe. Damit könnte man locker den Förderanteil für die Bücherei in Schleswig erwirtschaften und hätte sogar noch Geld über. Alles in allem gibt es für den Naturfreund in Schaalby aber immer noch überdurchschnittlich viel zu entdecken und wer sich hier niederlassen möchte, sollte das höchst attraktive Neubaugebiet in der Mühlenstraße in Augenschein nehmen.

(C.-G. Planke)
Schleife der Füsinger Au am Broholmer Wald

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Bald ein neues Feuerwehrauto für die Gemeinde Schaalby? (20.02.2011)

www.feuerwehr-schaalby.de, Feuerwehrauto FFW SchaalbyAuf der Gemeinderatssitzung am Montag den 28.02.2011 wurde das Ringen um ein neues Feuerwehrauto für die Gemeinde vorläufig beendet und der Feuerwehr gegenüber ein positives Signal gesetzt. Alles begann vor zwei Jahren, als die Gemeinde zum ersten Mal einen größeren Betrag in die Rücklagen legte, um ein neues Feuerwehrauto zu finanzieren. Das Auto der Freiwilligen Feuerwehr Schaalby ist bereits über 25 Jahre alt, die Brandbelastungszahl gemäß Feuerwehrbedarfsplan ist wesentlich höher als das TSF der Feuerwehr abdeckt. Doch die Wirtschaftskrise hat auch die Gemeinde Schaalby nicht verschont und schon wurden die Rücklage schnell für Kindergarten- und Schulbeiträge aufgebraucht. Im neuen Haushalt der Gemeinde für das Jahr 2011 ist der Betrag von 50.000€ bereits wieder eingestellt und die Haushaltsplanungen 2012 sehen den gleichen Betrag vor. So können in 2012 rund 100.000€ für die Neuanschaffung eines Fahrzeuges genutzt werden. Der Finanzausschuss am 15.02.2011 hat bereits alles in die Wege geleitet und eine Empfehlung an den Gemeinderat gegeben. Der Bürgermeister wird damit beauftragt, laut Vorschlag des Finanzausschusses und auf Antrag der SPD-Fraktion, an einer Sammelbestellung auf Kreis- bzw. Amtsebene mitzuwirken. Der Gemeinderat beschloss dieses einstimmig auf seiner letzten Sitzung. So kann das von der Freiwilligen Feuerwehr Schaalby geforderte neue Fahrzeug voraussichtlich 2012 in den Dienst gestellt werden. Die zum Teil neuen Gerätschaften aus dem alten TSF können mitgenommen werden und reduzieren die Anschaffungskosten erheblich. Wir hoffen, dass das Fahrzeug nur zu wenigen Einsätzen fahren muss, aber zu einem weiteren regen gemeinsamen Übungsbetrieb der drei Ortswehren führt.
(Karsten Stühmer)

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Stadtwerke Schleswig lösen EON als Stromversorger der Gemeinde ab (08.01.2011)

Heizwerk an der Boy-Lornsen-Grundschule Ende 2010 haben sich die meisten Gemeinden des Amtes Südangeln entschlossen, die Konzessionsrechte für die Stromleitungen an die Schleswiger Stadtwerke zu vergeben. Den Ausschlag gab letztlich die realistische Aussicht, dass die Gemeinde Schaalby mit 51 Prozent Anteilseigner am Stromversorgungsnetz werden kann und somit natürlich erheblichen Einfuss auf die langfristige Gestaltung des Versorgungsnetztes gewinnt. Als die Gemeinde Schaalby vor über 15 Jahren das Neubaugebiet Böstens Hoi plante, musste sie entscheiden, welche Energieversorgung in die Straßen gelegt werden sollte. Die Schleswiger Stadtwerke machten ein interessantes Angebot. Ein kleines Blockheizkraftwerk auf Erdgasbasis könne an der Schule errichtet werden und gleichzeitig die vorhandene alte Heizungsanlage ersetzen. Das Kleinkraftwerk sollte dann in Kraft-Wärme-Kopplung sowohl die Grundschule nebst Turnhalle heizen, als auch per Fernwärmeleitung das Neubaugebiet versorgen. Den Gemeindevertretern war damals bereits bekannt, das es wirtschaftlich und ökologisch Sinn macht, bei der Wärmeerzeugung mit Gas nicht nur Heizwasser zu erwärmen, sondern gleichzeitig auch Strom zu erzeugen. So erreicht man die ökologisch und technisch beste Energieausbeute. Also willigte die Gemeinde ein. Die Leitungen in den Straßen wurden so berechnet, dass sie auch ein weiteres Baugebiet - die heutige Redderkoppel - mit Fernwärme versorgen konnten. Der Vertrag wurde unterschrieben und die Neubürger waren vertraglich verpflichtet, Fernwärme aus der Fernwärmeleitung abzunehmen. Da mit nur wenigen bebauten Grundstücken am Anfang kein wirtschaftlicher Betrieb einer gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplung möglich war, bauten die Stadtwerke einen normalen Gasbrenner ein, wie er auch sonst in Einfamilienhäusern eingesetzt wird. Nur halt etwas größer. Der Gasmotor mit Strom- und Wärmeerzeugung sollte dann später eingebaut werden, wenn beide Baugebiete fast vollständig bebaut sind. Dies ist mittlerweile der Fall. Leider wird bis heute nur ein einfacher Gasbrenner eingesetzt, der keinen Primärstrom erzeugt. Das ist natürlich wegen der unvermeidlichen Wärmetransportverluste ökologisch völliger Blödsinn und man kann es den Bürgern im Neubaugebiet nicht verdenken, wenn sie die benötigte Heizwärme vor Ort mit einem Kaminofen erzeugen. Leider ist damit die Idee eines Baugebietes ohne Schornsteingestank gestorben. Heute riecht es dort im strengen Winter wie in einer typischen deutschen Altstadt der Sechziger Jahre.
Die Neubürger bezahlen einen hohen Preis für die zwangsgelieferte Heizleistung - da stehen die Stadtwerke Schleswig in der Pflicht, die versprochene ökologisch unübertroffene Kraftwärmekopplung auch endlich zu installieren! Wie wäre es mit einer Pilotanlage auf Brennstoffzellenbasis? So würden die Stadtwerke auch als lokaler Anbieter von Ökostrom interessanter. Hier ist unser neuer Stromversorger stärker in die Pflicht zu nehmen, das alte Versprechen endlich einzulösen.
(C.-G. Planke)

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Schleistrand bei Winningmay an einem Wintermorgen

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