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Blütezeit im Bärlauch-Wald

Der aufmerksame Spaziergänger bemerkt im Mai an einer bestimmten Waldstelle einen auffälligen Gestank. Bald schon erkennt er auf dem Waldboden einen grünen Teppich von elliptischen Blättern, die an Maiglöckchen erinnern. Dazwischen stehen zahlreiche weiße, in Dolden angeordnete Blüten. Es handelt sich um Bärlauch, lateinisch Allium ursinum, teilweise auch Knolau genannt. Die Keimlinge mit dem für einkeimblättrige Pflanzen typischen, unpaarigen Keimblatt bilden im ersten Jahr eine Zwiebel aus, die sich durch Ziehwurzeln immer tiefer in den Boden zieht. Charakteristisch für den vor allem in feuchten Auenwäldern und Eschenwäldern vorkommenden Bärlauch ist der starke Knoblauchgeruch im Frühjahr. Die Blätter sind essbar und liegen geschmacklich zwischen Schnittlauch und Knoblauch. Unerfahrene sollten sie aber meiden, da eine Verwechslung mit den stark giftigen Blättern des Maiglöckchens nicht ausgeschlossen ist. Die grünen Blätter treiben bereits im April aus und sind im Hochsommer schon nicht mehr zu sehen. Durch sein frühzeitiges Auftreten war der Bärlauch ein fester Bestandteil der mittelalterlichen Klostergärten. So wird auch bei unserem Knoblauchwäldchen vermutet, dass die Bärlauzwiebeln im Boden über Jahrhunderte hinweg den letzen Rest eines Klostergartens darstellen. In und um die ehemalige Domstadt Schleswig herum gab es etliche Kloster, so dass diese Theorie durchaus zutreffend sein könnte. Allemal stellt diese große Ansammlung von Knolau eine Besonderheit in ganz Schleswig-Holstein dar und unterliegt einem besonderem Schutzstatus. Sollten Sie dieses Wäldchen bei einer Tour im Frühjahr entdecken, verlassen Sie bitte nicht die Wege und zerstören Sie nichts. (C.-G.Planke)

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